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Schadensanspruche und Haftpflicht

Schadensansprüche

  • UPS & DHL Air Express – Ansprüche bezüglich Verlust oder Schaden müssen innerhalb von 2 Wochen nach dem Lieferdatum oder, im Verlustfall, nach dem erwarteten Lieferdatum gemeldet werden.
  • DHL Europlus – Ansprüche müssen innerhalb von 28 Tagen nach Versand im Verlustfall und 14 Tage im Schadensfall, bei teilweisem Verlust oder teilweiser Lieferung gemeldet werden.
  • Die Originalverpackung muss an der Lieferadresse aufbewahrt werden, sollte dem Schadensanspruch nachgegangen werden. Andernfalls kann der Schadensanspruch für nichtig erklärt werden.
  • Artikel, die beschädigt ausgeliefert wurden, müssen an der Lieferadresse aufbewahrt werden zwecks Untersuchung durch den Spediteur, falls erforderlich.
  • Fotos der Verpackung und beschädigten Ware selbst werden zur Bearbeitung von Schadensansprüchen benötigt.
  • Wurde eine Lieferung als verloren gemeldet, fordert der Spediteur eine vollständige Beschreibung des Pakets an, um eine Suche in seinen Lagern einleiten zu können. Ein Schadensanspruch kann nur dann geltend gemacht werden, wenn diese Suche beendet wurde.
  • Der Spediteur kann Nachweise über den Warenwert einfordern (z. B. Quittungen), um einen Schadensanspruch zu belegen.
  • Erfolgreiche Schadensansprüche umfassen normalerweise die Rückerstattung der Beförderungskosten.

Haftpflicht für Verlust und Schaden

UPS Allgemeine Transportbedingungen

Untenstehend finden Sie einen Auszug der Haftpflichtbestimmungen.

9. Haftpflicht
9.1 Dort wo die Warschauer oder CMR-Abkommen oder innerstaatliche Rechtsvorschriften zur Umsetzung oder Annahme dieser Abkommen gelten (der Einfachheit halber Konventionsregeln genannt) oder dort wo (und zu dem Maße, dass) andere zwingende innerstaatliche Rechtsvorschriften gelten, wird die Haftpflicht von UPS von den geltenden Regeln bestimmt und ist auf diese beschränkt.

9.2 Dort wo Konventionsregeln oder andere zwingende innerstaatliche Rechtsvorschriften nicht gelten, ist UPS ausschließlich haftbar, wenn UPS mit fehlender Sorgfalt agiert hat, und die Haftpflicht von UPS unterliegt ausschließlich diesen Bestimmungen (ausgenommen im Fall von Personenschäden oder Tod) und ist beschränkt auf bewiesene Schäden, die den jeweils höchsten der folgenden Beträge nicht übersteigen:

(a) 60 EUR pro Sendung, wenn Waren in GB an UPS zum Transport übergeben werden (85 EUR in Irland und Finnland, 635 DKK in Dänemark, 655 NOK in Norwegen, 785 SEK in Schweden); oder
(b) 8,33 Sonderziehungsrechte („SZRs”) pro Kilo der betroffenen Waren, es sei denn, der Versender hat einen höheren Wert gemäß untenstehendem Paragraph 9.4 angegeben. Ein SZR ist eine Rechnungseinheit, die von dem Internationalen Währungsfonds eingeführt wurde, und sein aktueller Wert wird regelmäßig in den namhaften Finanzzeitschriften veröffentlicht. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Bedingungen entsprachen 8,33 SZRs etwa 6 EUR.

9.3 Sollte der Anspruchssteller (oder eine andere Person, von der er sein Anspruchsrecht ableitet) den Verlust, Schaden oder Verzug der Sendung oder des Pakets verursacht oder mitverschuldet haben, können jegliche Haftpflichten, die UPS diesbezüglich entstehen mögen (Einschränkungen siehe oben), gemäß der entsprechenden Rechtsvorschriften zu einem derartigen Mitverschulden gemindert oder annulliert werden.

9.4 Unbeschadet der Bestimmungen in Absatz 9.5 kann der Versender von einer höheren Haftungsgrenze profitieren, als sie von UPS in Absatz 9.2 oben oder von den Konventionsregeln oder anderen zwingenden innerstaatlichen Rechtsvorschriften vorgesehen ist. Der Versender kann dies durch die Angabe eines höheren Warenwertes auf dem Frachtbrief und durch die Zahlung einer zusätzlichen Gebühr, wie in den Hinweisen erwähnt, erreichen. Sollte der Versender einen höheren Warenwert für den Transport angeben und die entsprechende Gebühr zahlen, wird die Haftpflicht von UPS auf bewiesene Schäden beschränkt, solange diese nicht den angegebenen Wert überschreiten. Der betroffene Warenwert darf in keinem Fall die in Paragraph 3.1 (ii) angegebenen Grenzwerte überschreiten.

9.5 Ausgenommen dort, wo Konventionsregeln oder andere zwingende innerstaatliche Rechtsvorschriften es anderweitig bestimmen, übernimmt UPS keinerlei Verantwortung für rein wirtschaftliche Verluste, wie zum Beispiel die Kosten eines alternativen Transportmittels, Ausfallschäden, Verlust von Geschäftschancen oder Umsatzeinbußen aufgrund von entgangenem Nutzen oder aufgrund eines Verlusts oder Schadens oder Verzögerung einer Sendung oder eines Pakets, unabhängig davon, ob ein Wert hinsichtlich der betroffenen Sendung gemäß Paragraph 9.4 angegeben wurde.

UPS haftet nicht für Schäden oder Verluste von Verpackungen.

  DHL Air Express

Klicken Sie auf die folgenden Links, um die vollständigen Allgemeinen Transportbedingungen von DHL zu lesen: http://www.dhl.co.uk/publish/etc/medialib/gb/downloads.Par.0032.File.tmp/terms.pdf & http://www.dhl.co.uk/publish/gb/en/information/dhl_standard_conditions/terms_and_conditions.high.html  

Untenstehend finden Sie einen Auszug der Haftpflichtbestimmungen:

DHL verpflichtet sich gegenüber dem Versender auf der vertraglichen Basis, dass sich die Haftpflicht von DHL ausschließlich und ohne Ausnahme auf den direkten Verlust bezieht und auf die pro Kilo/Pfund-Grenzen gemäß Abschnitt 6. Alle anderen Arten des Verlusts oder Schadens sind hiervon ausgeschlossen (insbesondere entgangene Gewinne, Einnahmen, Zinsen, zukünftige Geschäfte), wobei es unbedeutend ist, ob der Verlust oder Schaden speziell oder mittelbar ist und ob das Risiko eines derartigen Verlusts oder Schadens vor oder nach der Annahme der Lieferung DHL mitgeteilt wurde, da besondere Risiken durch den Versender versichert werden können. Sollte eine Sendung per Luft, Straße und/oder sonstige Transportart befördert werden, wird bis zum Beweis des Gegenteils angenommen, dass der Verlust oder Schaden im Verlauf des Lufttransports vorgefallen ist. Die Haftpflicht von DHL in Bezug auf eine transportierte Sendung ist unbeschadet der Abschnitte 7-11 auf den tatsächlichen Barwert beschränkt und überschreitet keinesfalls die jeweils höchste der folgenden Grenzen: 100 USD bzw. 25,00 USD/Kilogramm  für Sendungen im Lufttransport oder einer anderen Art des Transports, ausgeschlossen Straßengüterverkehr bzw. 10,00 USD/Kilogramm für Sendungen im Straßentransport (trifft nicht auf USA zu). Schadensansprüche sind auf eine Abrechnung pro Sendung beschränkt, welche die vollständige und endgültige Abrechnung für allen in Verbindung stehenden Verlust oder Schaden umfasst.