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Girteka Logistics, eine litauische Frachtgruppe, die beinahe 7000 LKWs in ganz Europa besitzt und betreibt sowie mehr als 13000 Fahrer beschäftigt, sieht den britischen Markt als eine große Chance und will nach Großbritannien expandieren.

Logistik und Transport

In Bezug auf das zu erwartende Transport-Chaos nach Brexit, sagte Girteka Logistics, dass jede Störung in der Nähe von Häfen wie Dover nur vorübergehend sein werde und dass das Unternehmen dazu bereit sei zu investieren, sobald das Chaos vorbei ist. Girteka sehe Brexit als eine enorme Chance und wolle dem britischen Markt Fuß fassen. Der einzige Grund, warum es nicht mehr investieren, sei die Unsicherheit. Großbritannien werde aber weiterhin ein attraktiver Markt sein, so Kristian Kaas Mortensen, Leiter der strategischen Partnerschaften bei Girteka.

Im Gegensatz zu großen globalen Frachtunternehmen wie DB Schenker und DSV besitzt Girteka eigene Trucks und hat sich schnell von seiner baltischen Basis nach Deutschland bewegt. Jetzt blickt das Transportunternehmen auf Großbritannien.

Girteka erwartet, dass Probleme und Staus an Häfen wie Dover nicht sehr lange andauern würden, obwohl Mortensen zustimmte, dass die Warteschlangen zu einem Mangel an unter anderem Nahrungsmitteln und Medikamenten führen könnten.

Girteka, das im vergangenen Jahr einen Umsatz von 764 Millionen Euro erzielte und 19 Millionen Euro Nettogewinn erzielte, konzentriert sich auf die Logistik in Russland, im nordischen Raum und im übrigen Europa. Mortensen sagte, dass er über umfangreiche Erfahrungen mit dem Grenzübertritt zwischen EU- und Nicht-EU-Ländern, einschließlich der Grenzen zu Russland, Norwegen, der Schweiz und der Ukraine, verfüge. „Grenzüberschreitungen sind kein Problem. Die Grenzübergänge der UK werden nicht schwieriger sein als an anderen Grenzen des EU-Raums", fügte er hinzu.

Quelle: ft.com

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