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Die eCommerce Plattform Etsy kauft CO2-Kompensationen, um die Emissionsauswirkungen von Lieferungen auszugleichen und sich für eine langfristige Lösung einzusetzen.

Die Praxis, verifizierte Emissionsgutschriften zum Ausgleich von Treibhausgasemissionen zu kaufen, ist zwar nicht der beste Weg, um die negativen Emissiosnauswirkungen auf die Umwelt zu reduzieren, aber scheint dennoch ein guter Start zu sein.

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Ende Februar verabschiedete das Unternehmen ein Programm zum Ausgleich der Treibhausgasemissionen im Zusammenhang mit Lieferungen von online bestellten Artikeln. Damit erwirbt Etsy verifizierte Reduktionszertifikate für Projekte, die von seinem Partner, dem Beratungsunternehmen 3Degrees, ausgewählt wurden.

Etsy wickelt Lieferungen und Paketzustellungen nicht selbst ab. Eben das liegt in der Verantwortung seiner Händler, die sich selbst für grünere Paketdienste entscheiden können – DHL, die durch seine GoGreen-Aktionen bekannt sind, DPD oder UPS. Etsy geht davon aus, dass etwa 98 Prozent seiner Umweltauswirkungen mit Paketauslieferungen zusammenhängen, die seit 2013 als Teil seines CO2-Fußabdrucks in einem Unternehmensreport verzeichnet sind.

Als erstes globales E-Commerce-Unternehmen, das tatsächlich einen öffentlichen Standpunkt zu Emissionen – nicht nur zu Verpackungen – vertritt, hoffe Etsy, das Bewusstsein bei E-Commerce-Verladern, Käufern und Händlern zu schärfen, betonte CEO Josh Silverman im Blog des Unternehmens. Diese Vorsätze würden Etsy weniger als einen Penny pro Paket kosten.

Im Jahr 2018 erwirtschaftete Etsy laut dem Ergebnisbericht des Unternehmens für das vierte Quartal einen Bruttoumsatz von rund 3,9 Milliarden US-Dollar. Ende Dezember waren auf dem Marktplatz mehr als 2,1 Millionen Verkäufer aktiv. Weder Käufer noch Verkäufer übernähmen die Kosten für das Kompensationsprogramm, sagte Etsy. Im Laufe der Zeit werde Etsy, nach Möglichkeiten suchen, mit anderen Unternehmen zusammenzuarbeiten, einschließlich anderer E-Commerce-Unternehmen, Logistikunternehmen und politischer Entscheidungsträger, um Wege zu finden, wie Flugzeuge und Lastwagen, die täglich Millionen von E-Commerce-Paketen tragen, emissionsfrei gemacht werden können.

Der E-Commerce-Umsatz stieg 2018 auf fast 520 Milliarden US-Dollar, was sich aus Zahlen des US-Handelsministeriums und verschiedener Branchenquellen ergibt. Online-Bestellungen machen allein in den Vereinigten Staaten etwa 15 Prozent der Einkäufe im Einzelhandel aus.

Die Auswirkungen dieser Aufträge auf die Emissionen variieren stark, je nachdem, wie ein Auftrag verpackt wird und wie schnell er ausgeliefert wird, so eine umfassende Analyse von Bain & Co. Durch die Verdoppelung der durchschnittlichen Anzahl von Artikeln in einem Auftrag und die Eliminierung von Split-Sendungen (bei denen Artikel versendet werden, sobald sie verfügbar sind, und nicht konsolidiert) würden die durchschnittlichen Emissionen pro Artikel um 30 Prozent reduziert.

Das neue Etsy-Offsetprogramm soll das UPM Blandin Native American Hardwoods Conservation Project in Minnesota unterstützen, das Teil eines 187 876 Hektar großen Waldes ist, das Giriraj Wind Power Project in Indien und das Solar Grouped Project von ACME, eine Anlage von 11 Solaranlagen in Indien.

Quelle: businessgreen.com

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