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Die IATA hat Daten veröffentlicht, die zeigen, dass die Luftfracht um 4,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2018 gesunken ist.

Die Anzeichen für eine leichte Erholung des Güterverkehrs in den letzten Monaten scheinen verfrüht gewesen zu sein, wobei der Rückgang im Juni in allen Regionen mit Ausnahme von Afrika breit angelegt war. Das Kapazitätswachstum bleibt gedämpft und der Ladefaktor sinkt weiter. Weltweit verliert das Handelswachstum an Schwung, und die Unsicherheit der Unternehmen wird durch die jüngsten Zölle im Handelsstreit zwischen den USA und China noch verstärkt.

Luftfracht IATA

„Der Welthandel leidet weiterhin unter den zunehmenden Handelsspannungen insbesondere zwischen den USA und China… Niemand gewinnt einen Handelskrieg. Handelsoffene Grenzen verbreiten nachhaltigen Wohlstand. Darauf müssen sich unsere politischen Führungskräfte konzentrieren", sagte Alexandre de Juniac, Generaldirektor und CEO der IATA.

Die Fluggesellschaften in der Region Asien-Pazifik und im Mittleren Osten mussten im Juni 2019 erneut Rückgänge beim Wachstum des gesamten Luftfrachtaufkommens im Vergleich zum Vorjahr hinnehmen. Afrika war die einzige Region, die ein Wachstum verzeichnete. Die Fluggesellschaften der Region Asien-Pazifik verzeichneten im Juni 2019 eine Nachfrage nach Luftfrachtverträgen von 5,4 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum 2018. Obwohl er einen wichtigen Faktor darstellt, ist der Handelskrieg zwischen den USA und China nicht allein für den Rückgang verantwortlich. FTKs für den asiatischen Markt sind im vergangenen Jahr um mehr als 10 Prozent zurückgegangen. Die Luftfrachtkapazität stieg im gleichen Zeitraum um 1,8 Prozent.

Die Frachtnachfrage der nordamerikanischen Fluggesellschaften sank im Juni 2019 um 4,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Kapazität stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 Prozent. Die Spannungen im Handel zwischen den USA und China belasten die Performance, wobei die FTKs nach Asien um fünf Prozent zurückgingen. Auch die FTKs auf den Routen nach und aus Europa, Südamerika und dem Nahen Osten waren niedriger.

Die europäischen Fluggesellschaften verzeichneten im Juni 2019 einen Rückgang der Frachtnachfrage um 3,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Vergleichsweise starke Frachtvolumina innerhalb Europas tragen dazu bei, die Auswirkungen schwächerer deutscher Exporte zu minimieren. Die Kapazität stieg im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 Prozent.

Das Frachtaufkommen der Fluggesellschaften des Nahen Ostens sank im Juni 2019 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um sieben Prozent. Die Kapazität stieg um 2,7 Prozent.

Auch die lateinamerikanischen Fluggesellschaften verzeichneten im Juni 2019 einen Rückgang der Frachtnachfrage um 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und eine Kapazitätssteigerung um 4,6 Prozent. Ein Großteil des Verkehrsrückgangs ist auf die Schwäche des südamerikanischen Marktes besonders von Brasilien und Argentinien zurückzuführen, wo die FTKs um 6,5 Prozent zurückgingen.

Nur die afrikanischen Fluggesellschaften verzeichneten im Juni 2019 ein Wachstum mit einem Nachfrageanstieg von 3,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Damit ist Afrika im vierten Monat in Folge der stärkste Anbieter. Die Kapazität wuchs um 16,6 Prozent. Die Routenanalyse zeigt, dass die Performance in Afrika-Asien stark ist: 12 Prozent mehr als im Vorjahr.

Quelle: internationalairportreview.com

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